Munich Graduate School of Sociology (MuGSS)

Ein integrier­tes und konsekutives Qualifikationsangebot für alle Promovierenden am IfS, welches sowohl in der Forschungsarbeit sowie beim Erwerb weiterer wissenschaftlicher Qualifikationen individuell und strukturiert unterstützt.

Die Organisationsstruktur und die Angebote der MuGSS sind verzahnt mit dem forschungsorientierten Masterstudiengang Soziologie sowie mit dem Mentoringprogramm der Fakultät 15 und dem Förderprogramm LMU Mentoring für die Post-Doc Phase.

Zudem dient die MuGSS zur Förderung der Vernetzung der Promovierenden untereinander wie auch mit Wissenschaftler*innen anderer Qualifikationsstufen.

Die Graduiertenschule richtet sich an alle internen und externen Promovierenden (z.B. wissenschaftliche Mitarbeitende auf Haushaltsstellen bzw. in Drittmittelprojekten, Promotionsstipendiat*innen, nebenberuflich Promovierende), die von promotionsberechtigten Mitgliedern des IfS betreut werden.

Alle Mitglieder der MuGSS werden nach der Promotionsordnung der Fakultät 15 (von 2016 (PDF, 108 KB); von 2025 (PDF, 111 KB)) mit dem Grad des/der Dr./in rer. soc. promoviert.

Die MuGSS bietet kein eigenes Stipendienprogramm an.

Mitglied werden

Um am IfS promovieren zu können, benötigen Sie zunächst eine Professorin bzw. einen Professor als Erstbetreuung (in begründeten Fällen können auch Privatdozent*innen und Post-Docs auf Antrag die Betreuung übernehmen).

Sollten Sie noch nicht wissen, bei wem Sie promovieren möchten, machen Sie sich am besten zunächst mit den Forschungsschwerpunkten der verschiedenen Lehrbereiche am IfS vertraut und überlegen Sie, wo Ihr Projekt aus inhaltlicher Perspektive anschlussfähig wäre.

Vereinbaren Sie dann über das jeweilige Sekretariat einen Termin mit der gewünschten Betreuungsperson, um die grundsätzliche Möglichkeit einer Betreuung zu klären und ggf. Ihre Ideen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Eine andere Möglichkeit ist es, sich auf eine der ausgeschriebenen Stellen am IfS zu bewerben. Diese sind oftmals mit einer Promotionsmöglichkeit verbunden.

Die Betreuungsvereinbarung ist individuell bei der Erstbetreuung zu vereinbaren.

Nach der Promotionsordnung Dr. rer. soc. muss die Betreuungsvereinbarung von Erst- sowie von Zweitbetreuenden als auch von der promovierenden Person unterschrieben sein.

Die Annahme zur Promotion erfolgt über die Promovierendenverwaltung. Dort finden Sie auch Hinweise zur Online-Antragstellung.

Folgende Unterlagen werden benötigt (eingescannt):

  • Unterschriebene Betreuungsvereinbarung (Angabe von Erst- und Zweitbetreuer*in)
  • Zeugnisse und Notenauszüge aller Studienabschlüsse
  • Tabellarischer Lebenslauf

Der Online-Antrag wird dann entsprechend vom Prüfungsamt geprüft. Bei erfolgreicher Prüfung erhalten Sie eine E-Mail, um den Annahmebescheid unter Vorlage der originalen Dokumente abzuholen.

Der Annahmebescheid ist zunächst 3 Jahre ab Ausstelldatum gültig. Eine Verlängerung ist durch ein formloses Schreiben der Betreuungsperson an das PAGS möglich.

Die Zulassung zur Promotion über den Prüfungsausschuss bedeutet keine automatische Immatrikulation. Eine Immatrikulation ist darüber hinaus auch nicht notwendig, um zur Promotion angenommen zu werden oder um die Dissertation einzureichen.

Falls Sie eine Immatrikulation wünschen, wenden Sie sich an die Studentenkanzlei und beachten Sie die Hinweise zur Immatrikulation.

Die Abgabe der Dissertation ist zu jedem Zeitpunkt möglich. Sprechen Sie jedoch am besten im Voraus mit der Betreuungsperson und informieren Sie sie über Ihre voraussichtliche Abgabe. Mehr Informationen zur Promotionsprüfung beim PAGS. Beachten Sie zur Abgabe die Öffnungszeiten des PAGS bzw. die Sprechzeiten der zuständigen Sachbearbeiterin (Manuela Stetter).

Die Veröffentlichung der Dissertation ist über die Universitätsbibliothek möglich. Die UB stellt dazu Informationen zur Verfügung. Hinweise nach Abgabe der Dissertation und nach Ablegen der mündlichen Prüfung an der Fakultät 15 finden Sie in diesem Merkblatt (117 kB).

Den Doktortitel (Dr. rer. soc.) dürfen Sie nach Aushändigung der Promotionsurkunde durch das PAGS oder nach Vorlage des Verlagsvertrages führen.

Nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz läuft die Befristung nach der Promotion (max. weitere sechs Jahre) ab dem Datum der mündlichen Prüfung.

Promotionsbegleitende Zusatzleistungen

Im Rahmen der MuGSS sind promotionsbegleitende Zusatzleistungen zu erbringen. Die abzuschließende Betreuungsvereinbarung enthält entsprechende Angaben zu den erwarteten, an die jeweiligen Bedarfe der promovierenden Person bzw. des geplanten Dissertationsvorhabens angepassten Leistungen.

Zu diesen können neben dem Besuch von einschlägigen Lehrangeboten des IfS auch die Teilnahme an

  • Promotions-Kolloquien,
  • Summer Schools,
  • Theorie- oder Methodenworkshops externer Einrichtungen,
  • nationalen wie internationalen Tagungen und Konferenzen, sowie
  • Kurse zum Erwerb von Schlüsselqualifikationen (wie sie z.B. vom Graduate Center der LMU angeboten werden) gehören.

Eigene Lehre im Rahmen des Lehrangebots des IfS kann ebenfalls als eine anrechnungsfähige Leistung gelten. Die der Betreuungsvereinbarung entsprechende Erbringung dieser Leistungen wird von der Erstbetreuung im Rahmen der regelmäßigen Betreuungsgespräche festgestellt.

Studientag und Vollversammlung

© Dom Fou

Einmal jährlich findet am Institut für Soziologie ein Studientag für Promovierende statt, zu dem jeweils auch eine Vollversammlung der MuGSS einberufen wird.

Der Studientag soll durch einen externen wissenschaftlichen Vortrag gerahmt werden und zudem Raum geben für selbstorganisierte Veranstaltungsformate der Promovierenden, z.B. auch zu Fragen guter wissenschaftlicher Praxis und der Forschungsethik.

Der nächste Studientag findet 2026 statt.

Leitungskreis

Die MuGSS wird für jeweils zwei Jahre von einem Mitglied des Institutskollegiums als Sprecher*in geschäftsführend geleitet. Diese Person beruft einmal im Semester den Leitungskreis der MuGSS zu einer Sitzung ein. Zu diesem gehören:

  • eine weitere Professorin bzw. einen weiteren Professor des IfS,
  • ein promoviertes Mitglied des Mittelbaus,
  • ein nicht promoviertes Mitglied des Mittelbaus sowie
  • ein nicht am IfS beschäftigtes Mitglied der MuGSS.

Derzeit sind folgende Personen Teil des Leitungskreises:

Prof. Dr. Fabian Pfeffer

Lehrstuhlinhaber

Soziale Ungleichheit und Soziale Strukturen

LB 02

Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky

Lehrstuhlinhaberin

Soziologie / Gender Studies

LB 05

Dr. Stefan May

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

LB 01

Lena Jost, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

LB 03

Daniel Krähmer, M.A.

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

META-REP

LB 04

Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie uns per E-Mail.

Laufende Projekte

Ann Kristin Augst

"Die »Unordnung der Geschlechter« im deutschen Gesundheitssystem. Eine wissenssoziologische Untersuchung geschlechtsspezifischer Körperkonzeptionen."
Abstract (PDF, 62 KB)
Juliette Brillet
"Die 'ProLife'-Bewegung in Deutschland und Frankreich"
Marc Bubeck

"Tiermedizinisches Töten. Eine qualitative Studie über Profession, Mensch-Tier-Beziehungen und Geschlecht in der Tiermedizin in Deutschland."
Abstract (PDF, 41 KB)
Katrin Spann
"Die Subjektivierung der kompetenten PatientIn."
Abstract (PDF, 90 KB)
Karoline Staude
"(Selbst-)Verortungen junger Ostdeutscher im Kontext der pluralen Gesellschaft in Deutschland."
Abstract (PDF, 34 KB)
Elisabeth Wiesnet
"Staatlich gelenkte Informationsverknappung als männliche Herrschaft? Empirische Sichtweisen zu § 219a StGB."
Abstract (PDF, 70 KB)
Sabrina Mannebach
"Wahlverwandtschaften - Zur Verhandlung von Care in neuen Formen kollektiven Wohnens"
Abstract (PDF, 93 KB)
Daniel Lehnert
"Elternschaft als Politikum"
Abstract (PDF, 44 KB)
Ali Simon
"Cleaning as Care Work - Social (In)Visibility of Cleaning Work during the Covid-19 Pandemic"
Abstract (PDF, 88 KB)
Mareike Heller
"Das Merkmal „nicht deutsche Herkunftssprache“: Klassifikation und Zugehörigkeit in der postmigrantischen Gesellschaft"
Abstract (PDF, 155 KB)
Marlene Resch
"Doing Co-Parenting: Co-Eltern-Familien im Spannungsfeld von Recht, Normen und Transformation"
Abstract (PDF, 33 KB)
Christoph Gollasch
"Die documenta fifteen in der öffentlichen Debatte. Eine Diskursanalyse zum (Anti-)Antisemitismus in der politischen Kultur Deutschlands"
Abstract (PDF, 155 KB)
Veronika Schmid
"Tätig sein - Wiedereinstieg in Erwerbsarbeit"
Abstract (PDF, 105 KB)